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Thurgauische KrebsligaAb Januar 2020 werden alle Krebsfälle in der Schweiz einheitlich erfasst

Ab Januar 2020 werden alle Krebsfälle in der Schweiz einheitlich erfasst

Am 1. Januar 2020 tritt das  Krebsregistrierungsgesetz (KRG) in Kraft. Aus onkologischer Sicht ist  das neue Gesetz von grosser Bedeutung: Mit der landesweiten und  einheitlichen Erfassung aller Krebserkrankungen kann künftig die  Versorgung von Krebsbetroffenen in der Schweiz besser geplant werden.  Die Krebsliga Schweiz hat sich über 20 Jahre dafür eingesetzt.

Das  neue Krebsregistrierungsgesetz verpflichtet alle Ärzte, Laboratorien,  Spitäler und Institutionen des Gesundheitswesens, die Krebs  diagnostizieren, die Daten zu diesen Krebserkrankungen an die kantonalen  Krebsregister oder das Kinderkrebsregister zu melden. Die Nationale  Krebsregistrierungsstelle (NKRS) und das Schweizer Kinderkrebsregister (KiKR) sorgen anschliessend für die nötige Harmonisierung und  Standardisierung, analysieren die Daten und erstellen zusammen mit den  zuständigen Fachstellen wegweisende Gesundheitsberichterstattungen und  Krebsstatistiken.

«Die Krebsregistrierung ist uns als Betroffenenorganisation ein  wichtiges Anliegen. Dank diesen Daten können die Ursachen von  Krebserkrankungen besser verstanden, Früh-erkennungsmassnahmen gezielter  geplant und überprüft wie auch Rückschlüsse auf die Versorgungsqualität  gezogen werden», sagt Rolf Marti, Leiter Forschung, Innovation und  Entwicklung der Krebsliga Schweiz.

 

Sorgfältiger Umgang mit Daten gewährleistet

Das  Krebsregistrierungsgesetz und das Datenschutzgesetz gewährleisten, dass  die Daten von Krebsbetroffenen vertraulich behandelt werden. Nur  Mitarbeitende der zuständigen Krebsregister, die der Schweigepflicht  unterliegen, dürfen die personenbezogenen Angaben bearbeiten und  registrieren. Die weitere Auswertung erfolgt mit verschlüsselten Daten.  Die behandelnde ärztliche Fachperson hat zudem die Pflicht, Patientinnen  und Patienten über die Krebsregistrierung und die Möglichkeit, der  Registrierung zu widersprechen, zu informieren. Zudem haben Patientinnen  und Patienten das Recht, vom zuständigen Krebsregister zu erfahren, ob  und welche Daten über sie registriert wurden.

Die Nationale Krebsregistrierungsstelle und das Kinderkrebsregister stellen Broschüren für Patientinnen und Patienten bzw. die gesetzliche Vertretung in 14 Sprachen zur Verfügung.Sie sind ab dem 1. Januar 2020 erhältlich unter: www.nkrs.ch und www.kinderkrebsregister.ch.